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Der Urknall im Tunnel

DEKRA Industrial vor Ort

Die Wissenschaftler von CERN (Centre Européen pour la Recherche Nucléaire) in Genf arbeiten schon seit den 1950er Jahren daran, den Urknall zu simulieren. Dazu haben sie in jahrzehntelanger Forschungsarbeit den weltweit größten Teilchenbeschleuniger konstruiert und gebaut. Das Herzstück des hochkomplexen Versuchsaufbaus sind zwei unterirdische Kreisbahnen – rund 100 Meter unter der Erde – mit einem Umfang von ca. 27 Kilometern. Im großen Hadronen Speicherring LHC werden Teilchen zuerst mit nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, dann an vier Stellen zur Kollision gebracht und schließlich werden die dabei auftretenden Explosionen mittels Detektoren genau untersucht.

Einer dieser Detektoren ist das Compact Muon Spektrometer CMS. Die einzelnen Schichten dieses Spektrometers sehen aus wie Riesenräder – das größte hat einen Durchmesser von über 15 Metern und wiegt rund 2.000 Tonnen. Die Spezialisten von DEKRA Industrial übernehmen bei diesem Projekt länderübergreifend eine wichtige Funktion: Sie prüfen jedes einzelne Bauteil und achten darauf, dass nach dem Einbau alle Spezifikationen und Normen perfekt erfüllt sind.

Nach aufwändigen Vorbereitungen und über 10 Jahren Bauzeit soll der Hadronen Speicherring LHC im Juni 2008 in Betrieb gehen, wozu ranghohe Repräsentanten aller beteiligten Staaten erwartet werden. „Wir vertrauen auf das Know-how von NORISKO“, sagt Isabel Béjar Alonso, verantwortlich für die technische Sicherheit bei CERN. Rund 15.000 Arbeitsstunden haben die Ingenieure von DEKRA Industrial im Rahmen dieses Projekts bereits geleistet. „Keine Frage“, kommentiert Jean-Lou Ravinel, „CERN ist für DEKRA Ingenieure wohl einer der interessantesten Arbeitsplätze auf dieser Welt.“